Vereinsgeschichte

Mit eine der ältesten Abteilungen der TG Biberach ist die Judoabteilung, gegründet im Oktober 1958 durch den dann langjährigen Abteilungsleiter Siegfried Howe.

In den ersten Jahren des Bestehens wurde fast ausschließlich Judo in der Wettkampfform betrieben. Trainiert wurde damals in verschiedenen kleineren Räumen und Hallen auf einer Behelfsmatte. Seit etwa 30 Jahren ist dann die Turnhalle des Wieland-Gymnasiums zu unserer festen Trainingsstätte geworden.

Schon sehr früh befasste man sich auch mit der Selbstverteidigung. Und diese Aktivität führte dann 1978 zur Einführung von Ju Jutsu als ständiges Trainingsangebot in der Abteilung. Im Dezember 1997 wurde das Angebot dann nochmals um eine weitere Disziplin ergänzt. Jetzt können Aikido-Interessierte dieser Sportart bei uns ebenfalls nachgehen. Seit Januar 2004 haben wir den traditionellen japanischen Schwertkampf Kendo in unser Programm aufgenommen. Von August 2005 bis 08. Mai 2014 war die Kampfsportart Karate auch eine Sparte der Abteilung. Seit 09.05.2014 ist Karate eine eigenständige Abteilung der TG Biberach unter Führung von Ursula Püschner.

Wer die chinesische Bewegungssportart Tai Chi Chuan erlernen möchte, kann dies seit April 2008 bei uns tun.

Derzeit sind etwa 290 Mitglieder in unserer Abteilung gemeldet, auf der Matte beziehungsweise in der Halle selbst können wir etwa 130 bis 140 Mitglieder begrüßen, die wöchentlich in 18 unterschiedlichen Leistungsgruppen ihrem Sport nachgehen. Sie werden dabei von derzeit 17 staatlich geprüften Übungsleitern betreut. Dazu kommen noch acht Vereinsübungsleiter.

Sportliche Höhepunkte in der Abteilungsgeschichte waren u. A. 1985/86 die Teilnahme in der 2. Bundesliga Judo, in der wir uns im Mittelfeld behaupten konnten und der 5fache württembergische Mannschaftsmeister, zuletzt in den Jahren 1995, 1996 und 1998. Des weiteren stand 1989 eine deutsche Meisterin in unseren Reihen, daneben süddeutsche und württembergische Einzelmeister in größerer Zahl.

Wie alle Sportvereine haben auch wir seit vielen Jahren mit dem Problem des Nachwuchses zu kämpfen. Nachwuchs vor allem im Wettkampfbereich der 17 bis 25jährigen.

Allgemein sind weiterhin leider auch immer weniger Mitglieder der Sportvereine bereit sich innerhalb eines Vereins oder wie in unserem Fall, sich in der Abteilung über einen längeren Zeitraum sozial zu engagieren und so langfristig an einem Fortbestehen mitzuwirken.

Historische Aktivitäten der Abteilung

zusammengestellt von Walter Vögele

25.06.1966
3-Städte-Turnier in Ravensburg mit den Kämpfern Kurt Zech, Ludwig Rech, Siegfried Kast, Adolf Flor, Otto Hehl, Norbert Waibel.

1967
Erfolge in der A-Jugend von Manfred Werner, Wolfgang Pfender, Georg Glöggler, Brigitte Franz und Susanne Reichle. Im Februar 1967 wurde Wolfgang Pfender Bezirksmeister in der A-Jugend in Sontheim/Brenz.

13.02.1967
Bundestrainer Han-Ho-San leitet das Training in Biberach. Siegfried Howe und Helmut Kaspar auf der Matte.

14.-16.09.1968
1. Begegnung mit Valence.

1969
Bezirksmeisterschaften A-Jugend in Sontheim. Manfred Werner wird Bezirksmeister Bezirk III.
2. Begegnung mit Valence in Biberach im Herbst.

1970
Wolfgang Pfender und Georg Glöggler auf dem Siegerpodest bei den Bezirksmeisterschaften A-Jugend.
Im Juli fanden in Biberach die Jugend-Kreismeisterschaften statt, wobei zum ersten Mal in der Geschichte des Judos auch Mädchen starten durften.

1971
Leistungszentrum des Judoverbandes Baden-Württemberg in Biberach.
Aktivitäten beim Pokalturnier in Bregenz. Auf dem Podest Dietmar Malz (damals jüngster Kämpfer).
Die Bezirksligamannschaft der Männer, Kampfgemeinschaft mit dem SSV Ulm 1846, erreicht den 1. Platz (keine weitere Qualifikation wegen der Kampfgemeinschaft). Die Mannschaft wurde verstärkt durch den Biberacher Josef Hauptmann (Junioren-Europameister 1963). Hauptmann nahm außerdem an den Internationalen Deutschen Einzelmeisterschaftten teil und wurde Dritter seiner Gewichtsklasse.
Im Juli fanden in Sontheim/Brenz die ersten Baden-Württembergischen Meisterschaften der A-Jugend der Mädchen statt. Es waren zwölf Mädchen aus Biberach am Start, hier holte sich
Margret Herzog den ersten Platz und qualifizierte sich für die Süddeutschen Einzelmeisterschaften in Erlangen, wo sie Vizemeisterin wurde.
In Besigheim fand ein Turnier für Teilnehmer aus ganz Baden-Württemberg statt. Josef Hauptmann erreichte dort den 1. Platz.
Im Herbst fand in Friedrichshafen das Zepplin-Mannschafts-Turnier mit internationaler Besetzung statt. Hier kam die Kampfgemeinschaft Ulm/Biberach auf den 1. Platz.

1972
Lehrgang für Damen im Leistungszentrum Baden-Württemberg in Biberach.
Start der weiblichen A-Jugend in Freiburg mit Platzierungen der Biberacher Mädchen am 23.07.1972.

12.05.1973
Freundschaftsbegegnung mit dem TV Mengen.

1974
Peter Gnant, Gebhard Schilcher und weitere stiegen in die Jugendbetreuung ein. Es fanden jedes Jahr Ausflüge mit der Jugend statt.

01.04.1975
Fahrt nach Urnäsch in die Schweiz zu einem gemeinsamen Wochenends-Trainingslager mit Schweizern und Österreichern. Als Betreuer war Peter Gnant dabei.

In den ganzen Jahren seit der Gründung fanden monatliche Begegnungen mit Memmingen, Ravensburg und Ulm statt.
Erster Trainer war Helmut Kaspar aus Memmingen, der zusammen mit Siegfried Howe das Judo in Biberach aktivierte.